Evolution

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Aliens landen auf der Erde. Nein, sie sind nicht grün, sie sind nicht grau, sie bestehen hauptsächlich aus Schleim. Doch das ist leider nur der Anfang.

Dr. Ira Kane (David Duchovny) und sein Freund Harry Block (Orlando Jones), beide Lehrer am Glen Canyon College, untersuchen die Einschlagstelle eines Meteors und nehmen Proben mit zurück in ihr Labor. Dort stellt Dr. Kane fest, dass es sich um außerirdische Organismen handelt, die sich in einer immensen Geschwindigkeit weiterentwickeln. Die Evolution passiert sozusagen direkt vor seinen Augen.

Aus Einzellern werden Mehrzeller, aus Würmern werden Amphibien, die Aliens entwickeln sich bis hin zu ausgewachsenen Säugetieren, die sehr an Dinosaurier erinnern. Was am Anfang noch recht harmlos wirkt wird also schnell zur Bedrohung.

Von dem Ereignis erfährt natürlich auch das Militär. Sie sperren die Fundstelle weiträumig ab, doch nicht weiträumig genug. Die Aliens breiten sich, vom Militär unbemerkt weiter aus und als einige Bewohner der angrenzenden Siedlungen angegriffen werden, ist klar, dass die Aliens keine niedlichen E.T.s sind.

„Evolution“ basiert auf einem Skript von Don Jakoby das eigentlich als absoluter Science Fiction-Thriller gedacht war – bis es in die Hände von Ivan Reitman fiel. Der Regisseur, der vor allem durch die „Ghostbuster“-Filme berühmt wurde, war aber nun nicht auf ein Drama aus, sondern wollte aus „Evolution“ einen durch und durch lustigen Film machen.
Das Autorenteam Don Jakoby, David Diamond und David Weissman machten also aus einem Endzeitthriller eine Endzeitkomödie, die es durchaus in sich hat.

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Doch nicht nur das Autorenteam war hier kreativ am Werk, auch David Duchovny („Akte X“) und Orlando Jones taten ihr Übriges. Die beiden Hauptdarsteller waren sowohl hinter der Kamera als auch davor ein vor Witz sprühendes Gespann. Man merkt den beiden an, dass sie beim Dreh eine Menge Spaß hatten.
Es ist übrigens nett David Duchovny in einer anderen Rolle, als den Ex-„X-Files“-Agenten zu sehen, sondern als Wissenschaftler, den Duchovny wirklich überzeugend verkörpert. Der Film nutzt außerdem endlich einmal seine komödiantische Ader voll aus.
Auch Seann William Scott („Road Trip“), der in diesem Film den etwas unterbelichteten Wayne spielt, hat ein Talent für Filme wie diesen. Die Szene, in der er einen Flugsaurier mit einem total schnulzigen Song anlockt, ist so was von krank, dass es schon wieder wirklich witzig ist.
Orlando Jones spielt hier den (Pseudo-) Geologen Harry Block, der aber eigentlich mehr am Training seiner Damen-Volleyballmanschaft, als an wissenschaftlichen Funden ist. Um nun noch das Team der „Retter der Menschheit“ abzurunden kommt noch Julianne Moore hinzu. Ihre Figur, CDC Angestellte Allison Reed, hat einige sehr interessante Ansätze, doch haben die Macher unbedingt noch witziger sein wollen, als erlaubt und haben ihr eine etwas nervige Tollpatschigkeit angehängt. Ständig stolpert die Frau und man fragt sich, wozu?

„Evolution“ bietet neben den witzigen Dialogen auch noch tolle Effekte. Die Kreaturen sind gut animiert und manchmal so exotisch, dass man gespannt ist, welche Stufe die nächste auf der Evolutionsleiter ist. Es überrascht nicht, dass für diese Animationen das Team von „Jurassic Park“ verantwortlich zeichnet.

Mit einer Mischung aus Comedy und SciFi bietet „Evolution“ einen Film, dessen Spaßfaktor auf einer Skala von 1 bis 10 eigentlich eine glatte 11 verdient hätte. Schon allein wegen des unverschämten Product Placements am Schluss von „Evolution“ bei dem alle Drogisten dieser Welt entzückt aufjauchzen werden, und dessen Absurdität und zugleich Genialität einmalig ist, kann man ihn nur empfehlen. Wer ins Kino gehen will, um Spaß zu haben und sein Zwerchfell einer angenehmen Massage zu unterziehen, für den ist „Evolution“ gerade richtig. Und für David Duchovny Fans ist er sowieso ein Muss.

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